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Mit dem Afro feiert Black Pride einen Siegeszug in der High Fashion

Jahrhundertelang kämpften schwarze Frauen und Männer gegen ihre Krause und glätteten ihren wilden, nach allen Seiten abstehenden Afro mit chemischen Glättungspasten, sogenannten Relaxern. Oft in in stundenlangen Prozeduren mit höllischen Verbrennungen. Denn glatte, seidig glänzende Haare galten nicht nur als Schönheitsideal, sondern auch als zivilisiert.

Der Afro als politisches Statement

In den 60er Jahren war es Zeit für eine radikale Veränderung. Der Afro wurde zum Inbegriff der Hippiebewegung. Er war ein Bekenntnis zur den afrikanischen Wurzeln und ein klares, politisches Statement gegen Rassismus und Ausgrenzung. Die Bürgerrechtlerin und „Black-Power“-Anführerin Angela Davis trug ihren markanten Kopfschmuck wie eine Königin, voller Stolz und Würde. Auch einflussreiche Berühmtheiten wie die Jackson 5, Diana Ross, Aretha Franklin, Jimi Hendrix und Muhammad Ali ließen ihre Haare jetzt bewusst kraus wuchern und machten den Afro weltweit populär.

Der Afro feiert mehr Vielfalt in der High Fashion

Heute ist der Afro Ausdruck afro-amerikanischen Selbstbewusstseins und fordert die gängigen Schönheits-Ideale der High Fashion heraus. Krause Haare symbolisieren das Bedürfnis nach mehr Vielfalt in der Luxus-Industrie und ist außerdem eine Antwort zum Trend zu mehr Natürlichkeit. Während Maria Borges 2015 als erstes schwarzes Model in die Fashion-Geschichte einging, das mit einem natürlichen Afro über den Laufsteg von Victoria’s Secret lief, hat die Frisur heute ihren Weg auf die internationalen Laufstege geschafft und war etwa bei Valentino und Armani Privé zu sehen.

Haaröl von Weleda, Intensiv Pflegend, 50 ml, um 9,95 Euro

Nuritive Bain Olé0-Relax Shampoo von Kérastase, um 31 Euro

Be Curly Intense, Entwirrende Haarmaske von Aveda, 150ml, um 28,95 Euro

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Stephanie Neubert

TEAM:

Model: Angie Vargas @Modelwerk

Fashion Director: Nicole Schneider @Nina Klein Agency

Fotograf : Neda Rajabi

Haare & Make up: Marie Ehrlich