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Zoom in: After March

„Ich möchte Getragenes in ein neues Licht rücken und ausgewählten Vintage-Stücken einen humorvollen Booster verleihen.“ Mit diesem Ziel ist April von Stauffenberg  mit dem Label After March mit Sitz in Berlin an den Start gegangen und hat damit dem klassischen Upcycling eine Trendwende beschert. Wie das konkret aussieht: Alte Herrenhemden, die die Label-Gründerin eigens in Berlins Vintage-Stores aufstöbert, werden mit einem ironischen Kniff zum Statement für Frauen. Ein Schlitz mit verzierten Nähten aus Samt und Stickereien macht aus den Hemdsärmeln stylische Flügel.

Rosa Cape Shirt aus 100 Prozent Baumwolle von After March, um 200 Euro, Mini-me Cape Shirt aus 100 Prozent Baumwolle von After March, um 100 Euro, beides über helloaftermarch.com
Die Geschichte von After March

Die Berlinerin mit amerikanischen Wurzeln ist eine echte Modeliebhaberin: Bevor sie diese Leidenschaft mit Nachhaltigkeit verknüpfte, war die Kuratorin und Journalistin bekennender Shopaholic. Ihr Ziel die Fast Fashion-Ketten von Zara bis H&M.  „Absurderweise betrachtete ich mich früher geradezu als die letzte Retterin von Kleidung, indem ich jedes einzelne Stück im Sale bei Zara aufkaufte, bevor es auf den Müllhalden in Afrika landete“, so April von Stauffenberg im Interview mit The Wearness. Die Wende kam für die Modeunternehmerin mit dem Einsturz  des achtstöckigen Rana-Plaza-Fabrikgebäudes am 24. April 2013 in Dhaka, bei dem mehr als 11oo Menschen starben. Heute kämpft sie gegen eine Industrie, die solche Unglücke und menschenunwürdige Arbeitsverhältnisse zulässt und setzt sich verstärkt für die Aufklärung und einen bewussten Konsum ein. 

 

Streifenhemd mit geheimen Detail – verrät die Label-Gründerin auf E-Mail-Anfrage – aus 100 Prozent Baumwolle, um 200 Euro, über helloaftermarch.com
Der Look von After March

Dekonstruktion war für April von Stauffenberg der Schlüssel, um aus Secondhand-Stücken stilvolle Statements zu kreieren. Alte Hemden in angesagten Farben und sportlichen Streifen im Oversize-Look bekommen ein neues und feminines Aussehen – und zwar werden die Hemdsärmel durch einen kleinen Schlitz, aus dem die Arme hervorschauen, zu eleganten Flügeln. Die Schlitz-Nähte bekommen mit knalligen Samtstoffen und ausgefallenen Mustern einen ironischen Twist. Wer möchte kann die Arme natürlich auch wie gewohnt in die Hemdsärmel stecken. So lässt sich das Hemd etwa von seriös im Büro bis in zu verspielt und sexy am Abend einsetzen.

Die Mission von After March

Studien Zufolge kann ein Kleidungsstück, dessen Leben nur um neun Monate verlängert wurde, seine negativen Auswirkungen auf die Umwelt um 20 bis 30 Prozent reduzieren. April von Stauffenberg, die ihre Hemden aus Berliner Secondhandläden bezieht, reduziert damit den Kleidermüll. „Oftmals handelt es sich um ungetragenen “Deadstock” (toter Lagerbestand), auf dem sich noch die Etiketten der ursprünglichen Hersteller befinden und alle sind aus 100% Baumwolle“, erklärt sie. Außerdem achtet sie bei den Vintage-Teilen auf europäische Herkunftsländer und arbeitet mit lokalen Schneiderinnen zusammen, um den Hemden den außergewöhnlichen After March-Look zu verpassen.

Die Hemden von After March sind erhältlich über: helloaftermarch.com.

 

Rosafarbenes Hemd mit grauen Streifen aus 100 Prozent Baumwolle von After March, um 200 Euro, über helloaftermarch.com

 

Fotos

Dominik von Schultes