Type and press Enter.

Die innere Mitte finden!

Wir haben sie alle: Gedanken mit denen wir uns selbst ausbremsen! Um den eigenen Weg zu gehen und sich von innerem Balast zu befreien, lohnt es sich auch im Kopf ab und zu auszumisten. Gerät unsere innere Waage aus dem Gleichgewicht, spiegelt sich das in all unseren Lebensbereichen und Beziehungen wieder: Wir sind ungeduldiger, haben weniger Mitgefühl und das Leben fühlt sich schwer und anstrengend an. Fallen von einem Drama ins nächste und alles steht Kopf.

Kennst du das befreiende Gefühl, wenn du deinen Keller aufgeräumt hast? Oder endlich deinen Kleiderschrank sortiert? Im Außen aufzuräumen und all das zu entsorgen was nicht mehr zu uns passt, befreit die Seele und schafft Platz. Es gibt uns Raum zum Atmen und häufig fühlen wir uns augenblicklich wohler.

FILTERN DER GEDANKEN

Genau wie wir unser Zuhause regelmäßig aufräumen, sollten wir auch immer mal wieder in unserem Kopf für Klarheit sorgen und Gedanken loslassen. Schließlich ist nicht jeder Gedanke ein Gedanke der positiv ist oder unser Wachstum fördert. Viele unserer Gedanken haben unlängst ausgedient oder gehörten erst gar nicht zu uns. Halten uns klein oder bremsen uns in unserem Tun aus.

Unsere Gedanken haben sehr viel Macht – viel mehr als uns häufig bewusst ist. Jedes unserer Wörter – ob Positiv oder Negativ – hat seinen Ursprung in unseren Gedanken. Auch jede unserer Handlung ist geprägt von unseren Gedanken. Wir können die Welt nicht verändern, aber wir können unsere persönliche Einstellung verändern. Und die Art und Weise in der Welt und mit anderen Menschen zu agieren: Denken wir groß oder klein, werten wir uns auf oder ab, bringen wir uns zum Ausdruck oder passen wir uns an, reden wir gut oder schlecht über andere? Ich finde es ist höchste Zeit, alle limitierenden Gedanken loszulassen und uns nicht länger selbst im Weg zu stehen. Denn dafür ist das Leben viel zu schön. 

DIE INNERE MITTE FINDEN

Wie klingt der Regentropen auf dem Dach, das Rauschen des Windes, die Vögel im Freien oder dein Herzschlag? Wann hast du dir das letzte Mal die Zeit genommen, die Geräusche deines Umfeldes intensiv wahrzunehmen und all deine Sinne bewusst aktiviert? Wann hast du das letzte Mal Zeit nur mir dir allein verbracht? Einfach nur mit dir zu sein? Die Langeweile ausgehalten und dem Drang widerstanden, etwas tun zu müssen?

Vor 3 Jahren habe ich Stop zu mir und meinem Tempo gesagt. Es gab Wochen in denen habe ich die Kinder in die Kita gebracht und habe mich hingesetzt und einfach mal meiner inneren Stimme zugehört. Sie war laut, sie war ungemütlich und hat mich richtig herausgefordert. Ich habe hingesehen und rein gefühlt. Mich ausgehalten. Ich kann dir sagen: Pausen sind so wichtig. Ein entschleunigteres Tempo ist so wichtig. Sich wieder mit sich selbst verbinden ist so wichtig. Stress reduzieren ist so wichtig.

ICH MACH MIR DIE WELT, WIE SIE MIR GEFÄLLT

Zweifelst du häufiger an deinem Können oder stellst die Art und Weise wie du Dinge tust in Frage? Sollte dem so sein, hast du wahrscheinlich als Kind nicht genügend Selbstbewusstsein vermittelt bekommen oder bist ständig korrigiert worden. Die Konditionierungen fangen schon in der frühen Kindheit an.

Anstatt Anerkennung von anderen zu erwarten, werde dir darüber bewusst was du gut kannst, wo deine Stärken und Gaben liegen und was dich auszeichnet. Sollte dir das schwerfallen, frage drei Freunde wie sie dich sehen. Mach dir eine Liste und schreibe alles nieder was du richtig gut kannst. Worin fühlst du dich sicher? Was weist du ganz genau? Dieser Schritt klingt simpel, aber jetzt mal Hand aufs Herz: Wann hast du dir das letzte Mal bewusst die Zeit genommen dir diese Fragen zu stellen und die Antworten umfangreich aufzuschreiben?

Erst wenn dir dein einzigartiges, individuelles Fundament klar ist und du dich selbst liebst und wertschätzt, kannst du hundertprozentig zu dir – und deiner Art, die Dinge anzupacken – stehen. Denn deine Art ist weder besser noch schlechter als bei Anderen – sie ist neutral, deine Art. Jeder Mensch ist unterschiedlich und macht Dinge auf seine eigene Art und Weise. Der Eine so und der Andere so. Daher kann gar nicht jeder deine individuelle Herangehensweise nachvollziehen. Wichtig ist, dass du dich selbst nicht dafür abwertest und dir treu bleibst. Es wird auch immer Befürworter und Unterstützer geben. Jedoch ist es das wichtigste das du zu dir und deinen Stärken stehst. Dich mit deinen Gaben zeigst.

SCHAU ERST WIE GUT ES DIR GEHT, BEVOR DU NACH AUßEN SCHAUST

Sich um andere zu kümmern und für sie da zu sein, ist wirklich eine tolle Sache. Stehen allerdings die Bedürfnisse aller anderen über deinen eigenen und gehst du immer wieder über deine Grenzen hinaus, wird es ungesund. Es ist nicht ganz unwahrscheinlich, dass du durch deine aufopferungsvolle Art, auch Energievampire anziehst. Menschen, die dich energetisch aussaugen. Eins ist sicher: Steckst du deine Grenzen nicht deutlich genug ab, werden Menschen wie Kletten an dir kleben. Ohne Rücksicht auf Verluste.

Vielleicht musstest du schon früh Verantwortung übernehmen und warst immer derjenige, der sich um alle gekümmert hat und schützend in der ersten Reihe stand. Doch wo bleibst du selbst dabei? Vernachlässigst du dich dauerhaft, geht das langfristig auf Kosten deiner eigenen Gesundheit und Ressourcen.

An dieser Stelle ist es einfach essentiell zu lernen seine Grenzen klar auszusprechen, zu kommunizieren wie weit du gehen möchtest und wie weit nicht. Nein zu sagen verschafft dir Raum für Neues. Lasse dein Verantwortungsgefühl los und halte das eventuell aufkommende schlechte Gewissen aus: Jeder Mensch kann – und muss sogar – für sich selbst sorgen. Denn das Leben hat für jeden seinen ganz eigenen Plan – in den du nicht eingreifen solltest.

ME-TIME

Hast du das Gefühl egoistisch zu sein, wenn du dich mal aus allem ausklinkst? Ich finde, genau das Gegenteil ist der Fall. Me-Time hat viel mit der eigenen Wertschätzung zu tun. Ich kann es nicht oft genug sagen, Selbstliebe ist so, so wichtig, damit du auch dauerhaft in deiner Kraft bleibst. Nur dann kannst du auch für andere da sein.

Baue dir täglich kleine Auszeit Inseln ein. Wenn möglich, lass das Handy dabei aus. Tue Dinge, die dich erfüllen und dir Spaß machen. Probiere Neues aus, lass dich leiten von Dingen in denen zu dich einfach mal fallen lassen kannst. Fülle so deine inneren Kraftreserven. Folge daher unbedingt der Freude, deiner persönlichen Strategie und mache dich selbst zur obersten Priorität.

ARBEITEN DARF LEICHT SEIN

Unsere Gesellschaft ist Leistungsorientiert und auf schneller, höher und weiter ausgerichtet. Schon als Kind wurden wir für gute Noten gelobt, für schlechte meist eher ermahnt und so haben wir schon früh gelernt, dass wir etwas leisten müssen um anerkannt zu werden. Mein Gedanke: Arbeiten und Geldverdienen sind genau so lange anstrengend, wie wir den Spuren anderer folgen. Hast du dich schon mal gefragt: „Warum arbeite ich so hart“ und dann sei bei der Antwort ganz ehrlich zu dir selbst.

Vielleicht glaubt ein Teil von dir, dass das so normal ist und man eben hart arbeiten muss, um sein Geld zu verdienen. Vielleicht wird ein anderer Teil von dir auch heimlich von der Anerkennung angetrieben. All dies ist anstrengend und entspricht nicht deinem wirklichen Wesen. Du hast deine individuelle Berufung noch nicht gefunden? Finde doch erstmal deine Aufgabe – also, dein Puzzleteil das zum Großen Ganzen beiträgt. Das gibt deinem Leben einen ganz neuen tieferen Sinn. Entzünde dein inneres Feuer und definiere genau, was es braucht, damit du jeden Morgen hochmotiviert und mit einem Lächeln aufstehst. Welchen Rahmen brauchst du, um dich wohl zu fühlen? Häufig machen wir uns nur über das “Wie” Gedanken und vergessen das “Warum” dabei. Das ist schade, denn so fehlt unserem inneren Kompass die Ausrichtung. Wir wanken ziellos durchs Leben, genau wie ein Fähnchen im Wind

Erst wenn du eine Mission hast, die dich brennen lässt und mit tiefer Freude erfüllt, fühlt sich Arbeit nicht mehr wie Arbeit an. Ist diese Vision auch noch größer als du, ist das der Beitrag den du zusätzlich der Welt zurückgibst. Das hat zwei Vorteile: Du machst die Dinge die du tust nicht mehr vom Ergebnis oder der Anerkennung abhängig, sondern folgst deiner individuellen Mission. So kommt die Freude von ganz allein und deine innere Leere verschwindet. Dein Fokus verschiebt sich – weg vom Geldverdienen und von der Frage: „Was kann ich erreichen?„,  hin zum: „Was kann ich Geben?„.

DAS LEBEN IST EIN FEST

Um etwas Neues zu machen, muss ich erstmal die Ausbildung xyz machen. Ich bin nicht gut genug, weil… Das machen ja schon so viele, warum soll ich dann auch noch… Diese limitierenden Glaubenssätze und noch mehr tragen die meisten Menschen in sich. Häufig ist er in den ersten 7 Lebensjahren entstanden und hat sich tief in unser Unterbewusstsein gemütlich gemacht. Doch dieser Glaubenssatz basiert auf Angst und ist das Gegenteil von Zuversicht und Vertrauen. Und genau diese beiden Komponenten sind die Basis, um unseren Träumen zu folgen – ganz egal wie groß sie sind.

Fängst du an zu glauben, dass du noch nicht gut genug bist, wirst du dein Glück immer im Außen suchen. Wie wäre es, wenn du dich selbst nicht bewertest oder mit anderen zu vergleichst? Lasse den Gedanken zu, dass du – so wie du jetzt bist – vollständig bist. Wie fühlt sich das an?

Was wäre wenn, du dein Leben vor deinem inneren Auge abspielen lässt: Beschreibe detailliert wie dein Leben in einem oder in fünf Jahren aussieht, wenn du keine Zweifel an dir und deinem Tun hast. Du vollkommen im vertrauen mit dir bist. Wie agierst du in der Welt? Wie fühlst du dich? Was machst, denkst oder sagst du? Keine Abwertung, keine Zweifel, nur das Wissen, dass alles schon da ist. Jetzt beobachte, wie sich deine Körperhaltung verändert. Allein durch deine Gedanken. Es kann sein, dass sich dein Brustkorb weitet, deine Schultern sich entspannen. Du hast einen tiefen Atem und spürst wie dein Körper anfängt zu kribbeln. Richte deine ganze Aufmerksamkeit weg vom Mangel und hin zur Fülle und beleuchte mit deinem inneren Scheinwerfer all die inneren Bereiche, die bislang noch im Schatten lagen.

Was nimmst du wahr? Was hat sich allein dadurch verändert?